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Kurznasige Hunderassen: Wie man richtig mit ihnen umgeht

Kurznasige Hunde, auch als brachyzephale Rassen bekannt, zeichnen sich durch ihr charakteristisch flaches Gesicht und ihren knuffigen Ausdruck aus. Rassen wie Bulldoggen, Möpse, Französische Bulldoggen, Pekinese und Boxer gehören dieser Kategorie an. Obwohl sie zweifellos charmant sind, erfordern sie aufgrund ihrer physiologischen Besonderheiten besondere Pflege und Aufmerksamkeit. Hier sind einige Tipps, wie du sicherstellen kannst, dass dein kurznasiger Freund gesund und glücklich bleibt.

1. Achte auf ihre Atmung: Kurznasige Hunde leiden oft unter Atemproblemen aufgrund ihrer flachen Nasen und eines vergrößerten Gaumensegels. Daher ist es wichtig, dass sie sich, besonders bei warmem Wetter, nicht überanstrengen, da sie Schwierigkeiten haben können, genügend Luft zu bekommen. Vermeide daher anstrengende Aktivitäten und längere Spaziergänge während der heißesten Stunden des Tages.

2. Bevorzuge sanftes Halsband oder Geschirr: Aufgrund der Anfälligkeit kurznasiger Hunde für Atemprobleme empfiehlt es sich, ein sanftes Halsband zu verwenden oder noch besser, nur ein Geschirr zu verwenden, anstelle eines engen Halsbands. Dies reduziert den Druck auf den Hals und die Atemwege.

3. Halte ein gesundes Gewicht: Übergewicht kann auch die Atmung belasten und bei kurznasigen Rassen zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen führen. Achte daher auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung, um ein gesundes Gewicht zu erhalten.

4. Schaffe angemessene Schlafbedingungen: Kurznasige Hunde neigen aufgrund ihrer anatomischen Besonderheiten oft zum Schnarchen. Sorge dafür, dass ihr Schlafplatz ruhig und gut belüftet ist, damit sie eine erholsame Nachtruhe genießen können.

5. Regelmäßige Augen- und Ohrenpflege: Kurznasige Hunde haben aufgrund ihrer besonderen Anatomie oft ein höheres Risiko für Augen- und Ohrenprobleme, da ihre Augen oft stärker hervorstehen und ihre Ohren weniger belüftet sind. Es ist wichtig, regelmäßig Augen und Ohren zu reinigen, um Infektionen und Irritationen vorzubeugen.

6. Beachte die Wetterbedingungen: Extreme Temperaturen können kurznasige Hunde stark beeinflussen. Achte darauf, sie bei heißem Wetter kühl und gut hydratisiert zu halten und schütze sie vor Unterkühlung bei kaltem Wetter. Sie sind auch empfindlich gegenüber nassen und zu kalten Bedingungen und können sich leicht erkälten.

7. Tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen: Bei kurznasigen Rassen sind regelmäßige Tierarztbesuche von besonderer Bedeutung, um mögliche Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und angemessen zu behandeln.

8. Schulung und mentale Stimulation: Auch wenn kurznasige Hunde möglicherweise nicht die Ausdauer für lange körperliche Aktivitäten haben, sind sie oft klug und genießen geistige Herausforderungen. Biete ihnen daher Spielzeuge und kurze Trainingseinheiten an, um ihre geistige Gesundheit zu fördern.

Tipps von den Snaxperts

Wir von Rina haben langjährige Erfahrung mit der englischen Bulldogge. Neben ihrem verspielten und liebenswerten Charakter bringen sie auch einige spezifische Gesundheitsprobleme mit sich. Einige haben Augenprobleme, während andere mit Fell- und Hautproblemen zu kämpfen haben. Die Pflege und Hingabe, die man in die Betreuung dieser Hunde investiert, zahlen sich jedoch oft aus, da viele dieser Probleme gelindert oder behoben werden können. Trotz ihres Gewichts und ihrer Größe sind Bulldoggen sehr anhänglich und liebesbedürftig. Sie lieben es zu schmusen und Zeit auf der Couch zu verbringen. Sie sind echte Familienhunde und können nie genug Aufmerksamkeit und Liebe von ihren Besitzern bekommen. Wenn du einen schlechten Tag hast, sind sie immer für dich da.

Obwohl es aufgrund ihres Aussehens nicht offensichtlich ist, gehen Bulldoggen sehr gerne spazieren und erkunden ihre Umgebung. Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, dass die Spaziergänge nicht zu lange sind, da sie aufgrund ihrer eingeschränkten Kondition nicht für ausgedehnte Strecken geeignet sind. Wenn du längere Spaziergänge planst, ist es ratsam, Wasser für deinen Hund mitzunehmen, besonders wenn keine Wasserquelle in der Nähe ist. Dies gilt insbesondere im Sommer. Bulldoggen haben von Natur aus eine eingeschränkte Atmung und sind bei hohen Temperaturen anfälliger für Überhitzung. Wenn du im Sommer Ausflüge mit ihnen machst, musst du dies gut durchdenken und sicherstellen, dass sie nicht überhitzen, da sie ein erhöhtes Risiko für einen Hitzschlag haben. Es ist wichtig, die Gesundheit dieser Rasse ernst zu nehmen und ihre Bedürfnisse nicht zu unterschätzen.

Bulldoggen neigen zu Allergien oder Unverträglichkeiten, die jedoch durch sorgfältige Auswahl des Futters vermieden werden können. Bei Bedarf kann auch die Beratung eines Tierarztes in Anspruch genommen werden. Die Auswahl von Leckerlis und Snacks sollte ebenfalls nicht willkürlich erfolgen. Es ist wichtig, auf die Inhaltsstoffe zu achten und Zusatz- sowie Füllstoffe zu vermeiden, während man auf die Natürlichkeit der Rohstoffe achtet. Es ist ratsam, ihnen eher weiche Leckerlis und Hundenahrung zu geben, da sie dazu neigen, ihr Futter zu verschlingen, ohne ausreichend zu kauen. Dies kann aufgrund ihrer physiologischen Merkmale gefährlicher sein als bei anderen Hunderassen.

Solange du dich gut um sie kümmerst, ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigst und ihnen mit viel Fürsorge und Liebe begegnest, steht einem glücklichen und sorgenfreien Leben nichts mehr im Weg.